Die religionspädagogische Arbeit – unser Menschenbild

Jedes Kind ist einzigartig und von Gott gewollt.

Erntedank in einer unserer Kita Gruppen

Als katholische Kindertageseinrichtung verstehen wir die Welt als Gottes Schöpfung, die uns anvertraut ist. Kinder sollen erfahren, dass Natur, Tiere, Pflanzen und Lebensmittel wertvoll sind und achtsam behandelt werden möchten. Im gemeinsamen Erleben der Natur entwickeln sie Wertschätzung für die Schöpfung und entdecken, dass auch ihr eigenes Handeln einen Unterschied macht. Die Kinder lernen Lebensmittel mit allen Sinnen kennen, erfahren, wo sie wachsen und wie sie entstehen und erleben Gemeinschaft bei gemeinsamen Mahlzeiten.

Sie lernen: Ich bin ein wichtiger Teil dieser Welt und kann dazu beitragen, sie verantwortungsvoll, achtsam und liebevoll zu gestalten.

Religionspädagogische Arbeit in der Kita Liebfrauen

Hallo, mein Name ist Lena Reiker. Ich bin Pastoralreferentin und Seelsorgerin in der Pfarrei St. Martin Nottuln und zu meinen vielfältigen Arbeitsaufgaben gehört es u.a. die Kita Liebfrauen seelsorglich und religionspädagogisch zu begleiten.

Religionspädagogik ist ein wichtiger Bestandteil unseres Kita-Alltags. Kinder begegnen dabei den Geschichten, Festen und Traditionen des christlichen Glaubens auf eine kindgerechte und lebensnahe Weise. Als Pastoralreferentin begleite ich die Kinder und Mitarbeitenden der Kita Liebfrauen in unterschiedlichen Bereichen.

Lena Reiker

Gottesdienste im Jahreskreis

So wie das Kalenderjahr von verschiedenen Jahreszeiten geprägt ist, feiern wir auch im Kirchenjahr viele besondere Feste. Gemeinsam mit den Kindern gestalten und feiern wir Gottesdienste zu wichtigen Stationen des Kirchenjahres, unter anderem zu:

  • Erntedank
  • St. Martin
  • Advent und Weihnachten
  • Karneval
  • Fastenzeit
  • Palmsonntag
  • den Kar- und Ostertagen

Ein besonderer Höhepunkt ist der Abschlussgottesdienst der Wackelzahnkinder. Mit einem persönlichen Segen werden die Kinder auf ihrem Weg in die Schule begleitet und gestärkt.

 

Impulse und besondere Zeiten

Das Kitajahr in der Kita Liebfrauen endet mit einer besonderen Woche für die Kinder. Diese leite ich mit einem kleinen religiösen Impuls ein und begleite die Kinder an einem Vormittag. Dabei nehmen wir uns Zeit für Geschichten, Gespräche, kreative Elemente und gemeinsame Erfahrungen, die den Kindern Mut machen und sie in ihrer Entwicklung stärken.

 

Projekte

Im Laufe des Jahres finden außerdem verschiedene religionspädagogische Projekte statt. Diese greifen Themen auf, die die Kinder bewegen, und eröffnen ihnen Möglichkeiten, Glauben mit allen Sinnen zu entdecken, Fragen zu stellen und Gemeinschaft zu erleben.

 

Gemeinsam spielen und kennenlernen

Religionspädagogik geschieht nicht nur in geplanten Angeboten. Deshalb schaue ich gelegentlich auch einfach einmal so in der Kita vorbei. Beim gemeinsamen Spielen, Erzählen und Begegnen komme ich mit den Kindern und dem Team ins Gespräch, lerne neue Kinder kennen und erfahre, was sie gerade beschäftigt.

 

Leitung des religionspädagogischen Arbeitskreises

Religionspädagogik ist eine gemeinsame Aufgabe vieler Mitarbeitender in unseren Kitas. Zweimal im Jahr treffen sich meine Kollegin Verena Kristau und ich mit Fachkräften aus den sechs Kindertageseinrichtungen unserer Pfarrei zum religionspädagogischen Arbeitskreis.

Dort beschäftigen wir uns mit aktuellen Themen, tauschen Erfahrungen und Ideen aus und entwickeln neue Impulse für die Praxis. Dabei geht es beispielsweise um den Umgang mit Menschen anderer Religionen, um Gestaltungsmöglichkeiten für Abschlussgottesdienste oder um die Frage, wie sensible Themen wie Tod und Trauer kindgerecht in der Kita aufgegriffen werden können.

 

Begleitung des Teams

Neben der Arbeit mit den Kindern begleite ich auch die pädagogischen Fachkräfte. Dazu gehören Gespräche zu religionspädagogischen Fragestellungen, die gemeinsame Planung von Gottesdiensten und Projekten sowie die Unterstützung bei Themen, die im Kita-Alltag besondere Aufmerksamkeit erfordern. Gemeinsam suchen wir nach Wegen, wie Glaube, Werte und Lebensfragen in der Kita lebendig und authentisch gestaltet werden können.

So verstehe ich meine Aufgabe als Begleiterin von Kindern und Erwachsenen: im gemeinsamen Entdecken, Fragen, Feiern und Glauben. Gemeinsam schaffen wir Räume, in denen Kinder erfahren können: Ich bin willkommen, ich bin wertvoll und ich bin von Gott geliebt.